Kalorientabelle Wurstwaren | Kalorien im Vergleich

Kalorientabelle für WurstwarenEine Kalorientabelle für Wurstwaren zeigt, wie unterschiedlich der Energiegehalt von Salami, Leberwurst, Bratwurst und Aufschnitt ausfallen kann. Entscheidend sind vor allem Fettanteil, Wassergehalt und Rezeptur. Selbst ähnlich aussehende Sorten liefern deshalb keineswegs dieselbe Energiemenge. In der folgenden Übersicht reichen die ausgewählten Datenbankwerte von 122 kcal bei fettreduzierter Mortadella bis zu 374 kcal bei Salami, jeweils pro 100 g essbarem Anteil. Das beschreibt diese Auswahl und keine allgemeingültigen Mindest- oder Höchstwerte aller Wurstsorten.

Grundlage ist der Bundeslebensmittelschlüssel, Version 4.0, des Max Rubner-Instituts. Die Werte stehen für die jeweils bezeichneten Lebensmittel und sind keine Herstellerangaben zu bestimmten Marken. Neben den Kalorien helfen Fett und Eiweiß, die Unterschiede einzuordnen. Für eine konkrete Packung bleibt deren Nährwertkennzeichnung maßgeblich; für die Mahlzeit zählt zusätzlich, wie viele Gramm tatsächlich auf dem Brot oder Teller landen.

Was bestimmt die Kalorienmenge?

Rezeptur
Mehr Fett erhöht meist die Energiedichte.
Wassergehalt
Trocknung konzentriert die übrigen Bestandteile.
Portionsgewicht
Die gegessenen Gramm bestimmen die Energieaufnahme.

Warum sich die Kalorien von Wurstwaren so stark unterscheiden

Fett liefert mit ungefähr 9 kcal pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie wie Eiweiß und verwertbare Kohlenhydrate mit jeweils etwa 4 kcal. Bei vielen Wurstwaren erklärt der Fettgehalt daher einen großen Teil des Brennwerts. Fein zerkleinertes Fett ist allerdings nicht immer sichtbar: Eine gleichmäßig rosa Brühwurst kann reichlich davon enthalten, während ein gröberer Aufschnitt mit mageren Fleischeinlagen weniger Fett aufweist. Farbe und Konsistenz ersetzen deshalb keinen Blick auf die Nährwerte.

Auch das Herstellungsverfahren beeinflusst den Vergleich. Zu den Rohwürsten gehören beispielsweise Salami und Teewurst; Brühwürste sind unter anderem Lyoner, Bockwurst und Wiener. Leberwurst zählt zur Kochwurst. Bei gereiften, getrockneten Produkten sinkt der Wasseranteil, wodurch sich Fett, Eiweiß und Energie auf weniger Gewicht verteilen. Die Produktgruppe allein erlaubt dennoch keine sichere Kalorienprognose: Eine fettreduzierte Rezeptur kann die Unterschiede zwischen den Gruppen deutlich überlagern.

Kalorientabelle Wurstwaren: 20 Sorten pro 100 g

Die Tabelle ist nach dem Energiegehalt aufsteigend geordnet. Alle Angaben beziehen sich auf 100 g essbaren Anteil im handelsüblichen Zustand, ohne zusätzliche Beilagen, Soßen oder Bratfett. Die mittelgrobe Bratwurst ist vor zusätzlichem Braten erfasst; die übrigen Einträge betreffen die handelsüblichen Wurstprodukte ohne weitere häusliche Zubereitung. „Rohwurst“ bezeichnet dabei das Herstellungsverfahren. Fett und Eiweiß sind auf eine Nachkommastelle gerundet, die Kalorienwerte aus der Datenbank übernommen.

Kalorien, Fett und Eiweiß ausgewählter Wurstwaren

Wurstsorte / Ausführung Produktart kcal / 100 g Fett g / 100 g Eiweiß g / 100 g
Mortadella, fettreduziert Brühwurst 122 7,5 13,4
Bierschinken Brühwurst 161 10,5 16,6
Jagdwurst / Schinkenwurst, grob Brühwurst 204 15,8 15,3
Geflügel-Wiener Brühwurst 232 19,0 13,6
Mortadella / Schinkenwurst, fein zerkleinert Brühwurst 264 23,0 13,5
Bockwurst Brühwurst 273 24,5 13,1
Bierwurst / Blasenwurst Brühwurst 275 24,0 13,7
Lyoner Brühwurst 281 25,5 12,3
Wiener Würstchen Brühwurst 289 26,2 12,9
Frankfurter Leberwurst Kochwurst 291 26,3 13,0
Bratwurst, mittelgrob, vor zusätzlichem Braten Brühwurst 292 25,6 15,2
Münchner Weißwurst Brühwurst 292 27,2 11,7
Leberkäse Brühwurst 295 27,4 11,8
Grobe Mettwurst Rohwurst 297 24,3 19,3
Gelbwurst Brühwurst 298 27,7 11,6
Fleischwurst Brühwurst 306 28,3 12,1
Mettwurst, allgemeiner Datenbankeintrag Rohwurst 349 28,5 22,9
Braunschweiger grobe Leberwurst Kochwurst 367 33,2 16,5
Teewurst, fein / grob / Rügenwalder Art Rohwurst 373 35,6 12,7
Salami Rohwurst 374 30,9 23,5

Nährwerte sind Durchschnittswerte und können je nach Sorte, Hersteller, Rezeptur und Zubereitung abweichen. Datenbasis: Max Rubner-Institut, BLS 4.0; Fett und Eiweiß redaktionell gerundet. Die bezeichneten deutschen Mortadella-Einträge sind nicht pauschal mit italienischer Mortadella gleichzusetzen.

Welche Wurstwaren liefern vergleichsweise wenig Kalorien?

In dieser Kalorientabelle für Wurstwaren fallen fettreduzierte Mortadella und Bierschinken durch niedrigere Werte auf. Der BLS-Eintrag für Bierschinken enthält 10,45 g Fett pro 100 g, der für Fleischwurst 28,3 g. Beide sind Brühwürste, unterscheiden sich aber erheblich in der Zusammensetzung. Die Werte lassen sich deshalb nicht allein aus dem Namen „Wurst“ ableiten. Umgekehrt muss eine andere Bierschinken-Rezeptur nicht genau den angegebenen Brennwert erreichen.

Auch Geflügelwurst ist nicht automatisch eine besonders kalorienarme Wahl. Die hier erfassten Geflügel-Wiener liefern 232 kcal und rund 19 g Fett pro 100 g. Das liegt unter dem ausgewählten Wiener-Eintrag, aber über mehreren Aufschnittsorten. Bei pflanzlichen Wurstalternativen gilt derselbe Vergleichsgrundsatz: Die verwendeten Öle, Eiweißzutaten und die Rezeptur bestimmen die Nährwerte. Die Bezeichnung „vegan“ allein sagt nichts Verlässliches über den Kaloriengehalt aus.

Kalorien pro Scheibe und Portion richtig berechnen

Eine Scheibe ist keine feste Gewichtsangabe. Durchmesser und Schnittstärke verändern die Menge erheblich; bei Streichwurst kommt die Dicke des Aufstrichs hinzu. Die Berechnung lautet: kcal pro 100 g × Portionsgewicht in g ÷ 100. Eine abgewogene Portion von 30 g Salami ergibt mit dem Tabellenwert 374 × 30 ÷ 100 = 112,2 kcal, gerundet etwa 112 kcal. Bei 30 g Bierschinken sind es berechnet 48,3 kcal, also etwa 48 kcal. Die 30 g dienen hier als Rechenbeispiel.

Für ein Wurstbrot müssen Brot, Butter oder andere Aufstriche zusätzlich berücksichtigt werden. Entsprechend umfasst der Kalorienwert eines Würstchens weder Brötchen noch Kartoffelsalat oder Soße. Eine feste Scheibenzahl ohne Gewichtsangabe vermittelt daher schnell eine unpassende Vorstellung. Bereits einmaliges Abwiegen einer üblichen Portion schafft eine brauchbare Grundlage für spätere Schätzungen.

Was Braten und Erwärmen am Kalorienvergleich verändern

Beim Braten können gleichzeitig Wasser verdampfen und Fett austreten oder aufgenommen werden. Deshalb lässt sich aus einem veränderten Gewicht allein keine verlässliche Kalorienersparnis ableiten. Sinkt hauptsächlich der Wassergehalt, steigt der Brennwert pro 100 g, obwohl dem Stück keine Energie hinzugefügt wurde. Für eine gegarte Portion ist ein passender gegarter Datenbankeintrag oder eine nachvollziehbare Rezeptberechnung sinnvoll. Der Tabellenwert einer Bratwurst vor dem Braten darf nicht ungeprüft mit ihrem späteren Tellergewicht multipliziert werden.

Wurstwaren im Speiseplan sinnvoll einordnen

Ein niedriger Brennwert macht ein verarbeitetes Fleischprodukt nicht automatisch zu einem empfehlenswerten täglichen Grundnahrungsmittel. Neben Kalorien spielen Salz, gesättigte Fettsäuren und die gesamte Ernährung eine Rolle. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen, insgesamt höchstens 300 g Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Gemeint ist die gemeinsame Wochenmenge, nicht jeweils 300 g pro Lebensmittelgruppe. Ein hoher Verzehr insbesondere verarbeiteter Fleischwaren ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Zur Bedeutung des gesamten Ernährungsmusters erklärte der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Watzl in einer DGE-Presseinformation von 2024: Wer sich überwiegend von Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und pflanzlichen Ölen ernährt, schützt nicht nur seine Gesundheit. Eine Kalorientabelle für Wurstwaren unterstützt den Produktvergleich; für die Mahlzeitenplanung gehören aber auch pflanzliche Lebensmittel und abwechslungsreiche Eiweißquellen dazu.

  • Beim Einkauf: Nährwerte verschiedener Produkte je 100 g vergleichen, einschließlich Fett und Salz.
  • Bei der Mengenplanung: Kleinere Packungen oder passend abgewogene Thekenportionen wählen, um Reste zu vermeiden.
  • Bei der Brotzeit: Wurst gelegentlich durch Hülsenfruchtaufstrich, Quark oder andere passende Beläge ersetzen und Gemüse ergänzen.

Häufige Fragen zur Kalorientabelle für Wurstwaren

Die folgenden Antworten helfen, typische Angaben zu Sorten und Portionsgrößen einzuordnen.

Welche Wurst hat wenig Kalorien?

In der vorliegenden Auswahl liefert fettreduzierte Mortadella mit 122 kcal pro 100 g den niedrigsten Wert. Bierschinken liegt bei 161 kcal. Für ein bestimmtes Produkt sind die Angaben auf der Verpackung maßgeblich.

Wie viele Kalorien hat eine Scheibe Salami?

Das hängt vom Scheibengewicht ab. Eine 10 g schwere Scheibe liefert beim Tabellenwert von 374 kcal pro 100 g berechnet 37,4 kcal, gerundet etwa 37 kcal.

Ist Geflügelwurst immer kalorienärmer?

Nein. Entscheidend sind Fettanteil und Rezeptur. Die erfassten Geflügel-Wiener enthalten 232 kcal pro 100 g und damit mehr als beispielsweise der ausgewählte Bierschinken.

Gelten die Tabellenwerte auch nach dem Braten?

Nicht unverändert. Wasserverlust, austretendes Fett und aufgenommenes Bratfett können Gewicht und Zusammensetzung verändern. Für gebratene Wurst ist ein zum Zubereitungszustand passender Wert erforderlich.

Quellen und Datenbasis

Die Tabellenwerte stammen aus dem BLS 4.0, abgerufen am 27. Oktober 2026. Portionswerte wurden redaktionell aus den genannten Mengen berechnet. Die Rundung betrifft Fett- und Eiweißangaben; die Lebensmittelauswahl und Anordnung sind redaktionelle Bearbeitungen.

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Stand der Informationen: Oktober 2026